Lux (lx) – Beleuchtungsstärke in Digital Signage & AV-Technik erklärt
Was bedeutet Lux? Erfahren Sie, wie die Beleuchtungsstärke gemessen wird, welche Lux-Werte in typischen Einsatzumgebungen herrschen und warum die Kenntnis der Umgebungshelligkeit entscheidend für die Auswahl von Displays und Projektoren ist.
Lux (lx) – Beleuchtungsstärke in Digital Signage & AV-Technik
Lux (lx) ist die SI-Einheit der Beleuchtungsstärke. Sie beschreibt, wie viel Lichtstrom auf eine bestimmte Fläche trifft – und bestimmt damit maßgeblich, welche Helligkeit ein Display oder Projektor für einen Standort benötigt.
Was ist Lux?
Lux (lx) ist die SI-Einheit der Beleuchtungsstärke und gibt an, wie viel Lichtstrom pro Quadratmeter auf einer Fläche auftrifft. 1 Lux entspricht 1 Lumen pro Quadratmeter.
Was ist Lux?
Lux (Einheitenzeichen: lx) ist die SI-Einheit der Beleuchtungsstärke. Sie beschreibt, wie viel Lichtstrom (Lumen) pro Quadratmeter auf eine Fläche auftrifft. Während Lumen die Gesamtmenge des abgestrahlten Lichts misst, gibt Lux an, wie viel davon tatsächlich an einem bestimmten Punkt ankommt.
Im Digital-Signage- und AV-Bereich ist die Beleuchtungsstärke am Installationsort der entscheidende Planungsfaktor: Sie bestimmt, wie viele Nits (cd/m²) ein Display oder wie viele ANSI Lumen ein Projektor benötigt, um Inhalte kontrastreich und lesbar darzustellen. Wer die Umgebungshelligkeit nicht kennt, wählt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Gerät mit zu geringer oder unnötig hoher Lichtleistung.
Ein typisches Büro erreicht etwa 300 bis 500 Lux, ein Empfangsbereich mit Glasfassade bis zu 5.000 Lux, und ein Schaufenster mit direkter Sonneneinstrahlung kann über 100.000 Lux erreichen. Diese enorme Spanne macht deutlich, warum eine Lux-Messung vor der Display-Auswahl unverzichtbar ist.
Formel: 1 Lux = 1 Lumen / m². Eine 1.000-Lumen-Lichtquelle, die eine Fläche von 2 m² gleichmäßig beleuchtet, erzeugt auf dieser Fläche eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux.
Wie wird die Beleuchtungsstärke gemessen?
Die Beleuchtungsstärke wird mit einem Luxmeter gemessen. Das Gerät erfasst das auf eine Fläche auftreffende Licht und gibt den Wert in Lux (lx) aus. Für Digital Signage ist die Messung am geplanten Display-Standort entscheidend.
Wie wird die Beleuchtungsstärke gemessen?
Die Messung erfolgt mit einem Luxmeter (auch Beleuchtungsstärkemessgerät). Der Sensor des Geräts ist so konstruiert, dass er die Empfindlichkeit des menschlichen Auges nachbildet. Für die Planung einer Digital-Signage-Installation – ob 4K-Display oder Projektor – ist eine Lux-Messung am vorgesehenen Standort der erste und wichtigste Schritt bei der Geräteauswahl.
Das Luxmeter wird an der geplanten Display-Position platziert – genau dort, wo später der Bildschirm montiert wird. Der Sensor zeigt in Richtung der dominierenden Lichtquelle (Fenster, Beleuchtung, Sonnenlicht).
Die Beleuchtungsstärke schwankt im Tagesverlauf erheblich. Empfohlen wird eine Messung bei Maximal-Helligkeit (Mittagssonne) und bei typischer Nutzung (vormittags, nachmittags), um den Worst Case zu kennen.
Aus dem gemessenen Lux-Wert ergibt sich die erforderliche Leuchtdichte des Displays. Als Faustregel gilt: Die Display-Helligkeit in Nits sollte mindestens das 2,5-Fache der Umgebungshelligkeit in Lux betragen.
Viele Smartphone-Apps können die Beleuchtungsstärke über den eingebauten Lichtsensor näherungsweise messen. Für professionelle Planungen empfiehlt sich jedoch ein kalibriertes Luxmeter – die Abweichung bei Smartphones kann bis zu 30 % betragen.
Typische Lux-Werte in verschiedenen Umgebungen
Verschiedene Umgebungen weisen sehr unterschiedliche Beleuchtungsstärken auf – von 100 Lux im Flur bis über 100.000 Lux bei direkter Sonneneinstrahlung.
Typische Lux-Werte in verschiedenen Umgebungen
Die Beleuchtungsstärke am geplanten Installationsort entscheidet darüber, welche Display-Helligkeit erforderlich ist. Die folgenden Werte geben eine Orientierung für die häufigsten Einsatzumgebungen im Digital-Signage-Bereich.
Lux vs. Lumen vs. Nits – Abgrenzung der Lichteinheiten
Lux misst das auftreffende Licht auf einer Fläche, Lumen die gesamte abgestrahlte Lichtmenge und Nits die Leuchtdichte aus Betrachterperspektive. Alle drei Einheiten beschreiben unterschiedliche Aspekte von Licht.
Lux vs. Lumen vs. Nits – Abgrenzung
Im AV-Alltag werden die drei Lichteinheiten häufig verwechselt. Sie beschreiben jedoch grundlegend verschiedene Aspekte von Licht. Die folgende Gegenüberstellung verdeutlicht den Zusammenhang und die jeweilige Rolle bei der Planung.
Wie viel Licht auf einer Fläche ankommt. Misst die Umgebungshelligkeit am Standort.
„Wie viel Regen pro m² auf den Boden fällt."
Wie viel Licht eine Quelle insgesamt in alle Richtungen abstrahlt. Kennzahl für Projektoren.
„Wie viel Wasser insgesamt aus dem Duschkopf kommt."
Wie hell eine Fläche aus Betrachterperspektive erscheint. Kennzahl für Displays und LED-Wände.
„Wie hell die Oberfläche leuchtet, wenn Sie draufschauen."
Häufig gestellte Fragen zu Lux und Beleuchtungsstärke
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Lux, Beleuchtungsstärke, Messmethoden und die Bedeutung für Digital Signage.
Häufig gestellte Fragen
Lux (lx) ist die SI-Einheit der Beleuchtungsstärke. Sie gibt an, wie viel Lichtstrom (Lumen) pro Quadratmeter auf eine Fläche auftrifft. 1 Lux entspricht 1 Lumen pro Quadratmeter. Der Lux-Wert beschreibt also nicht, wie hell eine Lichtquelle ist, sondern wie viel Licht an einem bestimmten Punkt ankommt.
Lux misst, wie viel Licht auf einer Fläche auftrifft (Empfängerseite). Lumen misst die gesamte Lichtmenge, die eine Quelle abstrahlt (Senderseite). Nits (cd/m²) messen, wie hell eine Fläche – etwa ein Display – aus Sicht des Betrachters erscheint (Anzeigeseite). Für die Display-Planung benötigt man den Lux-Wert am Standort, um die erforderlichen Nits des Displays abzuleiten.
Nach DIN EN 12464-1 sind für Büroarbeitsplätze mindestens 500 Lux auf der Arbeitsfläche vorgeschrieben. In der Praxis liegen Büros je nach Tageslichteinfluss und Beleuchtung zwischen 300 und 500 Lux. Flure und Nebenräume erreichen typischerweise nur 100 bis 200 Lux, während Empfangsbereiche mit großen Fensterfronten deutlich höhere Werte aufweisen können.
Die Beleuchtungsstärke am geplanten Display-Standort bestimmt, wie hell der Bildschirm sein muss, um Inhalte kontrastreich und lesbar darzustellen. Ohne Kenntnis des Lux-Werts ist die Auswahl der richtigen Display-Helligkeit (in Nits) ein Glücksspiel. Ein Display, das im Büro gut funktioniert, kann im Schaufenster nahezu unsichtbar sein – allein weil die Umgebungshelligkeit um ein Vielfaches höher ist.
Messen Sie an der exakten Position, an der das Display montiert werden soll, mit dem Sensor in Richtung der dominierenden Lichtquelle. Führen Sie die Messung zu verschiedenen Tageszeiten durch, um den höchsten Wert (Worst Case) zu erfassen. Berücksichtigen Sie saisonale Schwankungen – im Sommer steht die Sonne höher und die Beleuchtungsstärke kann deutlich steigen. Für professionelle Ergebnisse empfiehlt sich ein kalibriertes Luxmeter.
Nicht direkt, da Lux und Nits unterschiedliche physikalische Größen beschreiben. Lux misst das auftreffende Umgebungslicht, Nits die Leuchtdichte des Displays. Es gibt jedoch eine bewährte Faustregel: Die Display-Helligkeit in Nits sollte mindestens das 2,5-Fache der Umgebungshelligkeit in Lux betragen, um einen ausreichenden Kontrast zu gewährleisten. Bei 2.000 Lux wären demnach mindestens 5.000 Nits empfehlenswert.
Wird die Beleuchtungsstärke am Standort nicht gemessen, besteht ein hohes Risiko, ein Display mit unpassender Helligkeit zu wählen. Zu geringe Leuchtdichte führt dazu, dass Inhalte bei Sonneneinstrahlung ausgewaschen und unlesbar werden. Unnötig hohe Leuchtdichte bedeutet höhere Anschaffungskosten, höheren Stromverbrauch und gegebenenfalls eine unangenehme Blendwirkung für den Betrachter.
Beratung anfordern
Sie benötigen Unterstützung bei der Standortanalyse und Display-Auswahl? Unsere Fachberater helfen Ihnen gerne weiter.
Standortanalyse & Display-Beratung
Sie planen eine Digital-Signage-Installation und möchten sicherstellen, dass die Display-Helligkeit zum Standort passt? Unsere Fachberater unterstützen Sie – von der Lux-Messung bis zur konkreten Produktempfehlung.
← Zurück zum Glossar