Huddle-Room
Mit großer Folienschrift reicht 43 Zoll bis 3,2 m. Wer oft Tabellen teilt, nimmt 55 Zoll.
Videokonferenz-Displays →Die richtige Displaygröße hängt davon ab, wie weit der hinterste Betrachter entfernt sitzt und wie klein die Schrift auf dem Bildschirm ist. Nach dem US-Standard DISCAS (ANSI/INFOCOMM V202.01:2016, heute AVIXA) gilt: Der weiteste Betrachtungsabstand darf höchstens die Bildhöhe mal 200 mal den Anteil des kleinsten Zeichens an der Bildhöhe betragen. Bei Folien mit großer Schrift (etwa 3 Prozent der Bildhöhe) ergibt das die Faustregel: weitester Abstand höchstens 6-mal die Bildhöhe, bei normaler Folienschrift 4- bis 5-mal. Ein 55-Zoll-Display mit 68,5 cm Bildhöhe reicht damit für rund 4,1 m, ein 65-Zoll-Display für rund 4,9 m, ein 86-Zoll-Display für rund 6,4 m. Die erste Reihe sollte bei Bildunterkante auf Augenhöhe mindestens die 1,7-fache Bildhöhe entfernt sein.
Ob ein Display groß genug ist, entscheidet der Platz in der letzten Reihe. Kann man von dort die kleinste Schrift noch lesen? Mit drei Faustregeln, einer Größentabelle und dem Rechner unten finden Sie die passende Diagonale in zwei Minuten.
Seit 2016 gibt es dafür den US-Standard DISCAS (ANSI/INFOCOMM V202.01) des Verbands InfoComm, heute AVIXA. Sein Kern für Präsentationen und Signage ist einfach: Ein Zeichen ist lesbar, wenn seine Höhe mindestens ein Zweihundertstel des Abstands beträgt. Daraus folgt, wie groß das Bild für den hintersten Platz sein muss.
Weitester Abstand ≤ Bildhöhe × 200 × Schriftanteil
Der Schriftanteil ist die Höhe des kleinsten Zeichens im Verhältnis zur Bildhöhe, im Zweifel die Höhe eines Kleinbuchstabens. Bei 2 % ergibt sich der Faktor 4, bei 2,5 % der Faktor 5, bei 3 % der Faktor 6, bei 4 % der Faktor 8.
Tabellen und Folien mit normaler Schrift. Damit rechnen die meisten AV-Planer. Wer Zahlen lesen soll, braucht ein großes Bild oder sitzt nah dran.
Folien mit großer Schrift und Videokonferenz. Rund 3 % der Bildhöhe, etwa 24 pt auf einer 16:9-Folie.
Digital Signage mit großer Schrift. Wenige Wörter, große Zahlen, Bilder und Videos, wie auf Menüboards oder im Foyer.
Zwei Ergänzungen: Eine gängige Ergonomieregel begrenzt den Blick zur Oberkante auf etwa 30° über der Blicklinie. Liegt die Bildunterkante ungefähr auf Augenhöhe, sitzt die erste Reihe damit mindestens 1,7 Bildhöhen entfernt. Und wer Inhalte selbst gestaltet, rechnet umgekehrt: Das kleinste Zeichen braucht pro 2 m Abstand rund 1 cm Höhe auf dem Bildschirm.
Für Displays im Querformat 16:9. Die Bildhöhe ist aus der Nenndiagonale berechnet, die sichtbare Fläche ist meist minimal kleiner. Bei normaler Folienschrift (Faktor 5) liegt der Wert zwischen den Spalten × 4 und × 6.
| Diagonale | Bildhöhe | Tabellen (× 4) | große Folienschrift (× 6) | Signage (× 8) | erste Reihe ab |
|---|---|---|---|---|---|
| 43 Zoll | 54 cm | 2,1 m | 3,2 m | 4,3 m | 0,9 m |
| 50 Zoll | 62 cm | 2,5 m | 3,7 m | 5,0 m | 1,1 m |
| 55 Zoll | 68 cm | 2,7 m | 4,1 m | 5,5 m | 1,2 m |
| 65 Zoll | 81 cm | 3,2 m | 4,9 m | 6,5 m | 1,4 m |
| 75 Zoll | 93 cm | 3,7 m | 5,6 m | 7,5 m | 1,6 m |
| 86 Zoll | 107 cm | 4,3 m | 6,4 m | 8,6 m | 1,9 m |
| 98 Zoll | 122 cm | 4,9 m | 7,3 m | 9,8 m | 2,1 m |
| 110 Zoll | 137 cm | 5,5 m | 8,2 m | 11,0 m | 2,4 m |
| 115 Zoll | 143 cm | 5,7 m | 8,6 m | 11,5 m | 2,5 m |
Hochkant montiert wird die Bildbreite zur Bildhöhe: Ein 55-Zoll-Display im Hochformat hat 122 cm Bildhöhe und ist damit für mitskalierte Schrift auf etwa die 1,8-fache Distanz lesbar, bei schmalerem Bild. Mehr dazu im Glossar Hochformat-Display.
Gerechnet mit dem Abstand zum hintersten Platz. Personenzahlen sind Richtwerte, entscheidend ist die gemessene Distanz.
Mit großer Folienschrift reicht 43 Zoll bis 3,2 m. Wer oft Tabellen teilt, nimmt 55 Zoll.
Videokonferenz-Displays →55 Zoll reicht bis 4,1 m, aber nur mit großer Folienschrift. 65 Zoll deckt auch normale Folienschrift (Faktor 5) ab.
Videokonferenz-Displays →75 Zoll reicht nur bis 5,6 m. 86 Zoll reicht mit großer Folienschrift bis 6,4 m, für kleinere Schrift braucht es mehr Fläche.
Videokonferenz-Displays →86 Zoll reicht für 8 m nur mit großer Schrift (Faktor 8, mindestens 4 cm Schrifthöhe). Bei großer Folienschrift 110 Zoll, sonst ein zweites Display für die hinteren Reihen oder eine LED-Wand.
Displays für Bildung →Signage mit wenigen, großen Elementen kommt mit Faktor 8 aus: 50 Zoll reicht knapp bis 5,0 m, 55 Zoll mit Reserve. Hochkant gewinnt Schrift zusätzlich an Höhe.
Digital-Signage-Displays →Bei 6 m Lesedistanz und großer Schrift reicht 65 Zoll. Wichtiger als die Größe ist hier die Helligkeit gegen das Tageslicht.
Schaufenster-Displays →Geben Sie den Abstand zum hintersten Platz ein und wählen Sie, was gezeigt wird. Der Rechner nennt die Mindestgröße nach AVIXA DISCAS und die nächste gängige Diagonale.
Die Größe sorgt dafür, dass man aus der letzten Reihe lesen kann. Die Auflösung entscheidet, ob man aus der ersten Reihe einzelne Pixel sieht. Pixel verschwimmen, sobald ein Pixel unter einem Sehwinkel von weniger als einer Bogenminute erscheint, also ab rund dem 3.400-Fachen des Pixelabstands. Das gilt für eine Sehschärfe von 1,0; viele Menschen sehen schärfer.
| Diagonale | Full HD: Pixel unsichtbar ab | 4K: Pixel unsichtbar ab |
|---|---|---|
| 55 Zoll | 2,2 m | 1,1 m |
| 65 Zoll | 2,6 m | 1,3 m |
| 86 Zoll | 3,4 m | 1,7 m |
4K lohnt sich also, wenn Menschen näher als zwei bis dreieinhalb Meter herankommen und die Zuspielung ebenfalls 4K liefert: am Besprechungstisch, an Touch-Displays oder an Stelen. Für Flure und Hallen zählen Kontrast und Layout mehr, siehe Glossar 4K-Auflösung.
Bei LED-Wänden gilt eine eigene Faustregel: Pixel Pitch in Millimetern entspricht ungefähr dem Mindestabstand in Metern. P2,5 ist also ab etwa 2,5 m möglich, angenehm meist ab dem zwei- bis dreifachen Abstand und für Normalsichtige pixelfrei erst ab rund 8,6 m. Mehr im Glossar Pixel Pitch. Ob ein 115-Zoll-Display oder eine Videowall besser passt, zeigt der Ratgeber 115 Zoll oder Videowall.
Teilen Sie den Abstand zum hintersten Platz durch 6 bei Folien mit großer Schrift oder durch 5 bei normaler Folienschrift, das ergibt die Mindest-Bildhöhe. Bei 4 m sind das 67 bzw. 80 cm, also ein 55- oder 65-Zoll-Display. Für Tabellen teilen Sie durch 4 und landen bei 86 Zoll.
Bei einem 16:9-Display ist die Bildhöhe rund 49 % der Diagonale. In Zentimetern: Diagonale in Zoll mal 1,245. Ein 65-Zoll-Display hat damit etwa 81 cm Bildhöhe, ein 86-Zoll-Display etwa 107 cm.
Eine gängige Ergonomieregel begrenzt den Blick zur Oberkante auf etwa 30 Grad über der Blicklinie. Liegt die Bildunterkante etwa auf Augenhöhe, ergibt das mindestens die 1,7-fache Bildhöhe, bei 86 Zoll rund 1,9 m. Für Touch-Displays gilt das nicht, dort steht man bewusst direkt davor und braucht vor allem eine hohe Auflösung.
Das kleinste Zeichen sollte mindestens ein Zweihundertstel des Leseabstands hoch sein, also rund 1 cm pro 2 m, im Zweifel gemessen an einem Kleinbuchstaben. Wer aus 6 m lesen soll, braucht mindestens 3 cm Zeichenhöhe auf dem Bildschirm. Testen Sie Ihre Inhalte am besten direkt am Display aus der hintersten Position.
Eine ältere Faustregel aus der Zeit der Projektion: Der weiteste Betrachter sitzt höchstens 4-, 6- oder 8-mal die Bildhöhe entfernt, je nachdem, ob Details wie CAD-Pläne, Text und Folien oder Video und Bilder gezeigt werden. In der Fachplanung ersetzt der Standard DISCAS sie und rechnet mit der tatsächlichen Schriftgröße. Als schnelle Orientierung taugen die Faktoren weiterhin.
Meist ja, weil am Tisch oft näher als 2 m gesessen wird und Laptops 4K liefern können. Bei einem 55-Zoll-Display werden Full-HD-Pixel unterhalb von etwa 2,2 m sichtbar, 4K-Pixel erst unterhalb von etwa 1,1 m. Für Inhalte, die nur aus großer Entfernung gesehen werden, ist der Unterschied gering.
Dann gibt es drei Wege: eine Videowall aus mehreren Displays, eine LED-Wand mit passendem Pixel Pitch oder ein Beamer. Alternativ hilft ein zweites Display für die hinteren Reihen. In vielen Räumen genügt es auch, die Inhalte mit größerer Schrift zu gestalten.
Schicken Sie uns Raummaße, Anzahl der Plätze und was gezeigt werden soll. Wir empfehlen die passende Diagonale samt Halterung und erstellen in der Regel innerhalb eines Werktags ein Angebot. Was die Installation über die Jahre kostet, zeigt der Ratgeber Was kostet Digital Signage?.
PLAY STATT PAUSE.
Grundlage: ANSI/INFOCOMM V202.01:2016, Display Image Size for 2D Content in Audiovisual Systems (DISCAS), Verfahren Basic Decision Making; Ergonomieregel 30° zur Bildoberkante. Werte gerundet, berechnet für 16:9-Displays aus der Nenndiagonale.
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